Die niederländische Ärztin Sahana Arumugam für Allgemein- und Viszeralchirugie berichtet über ihren Einstieg in eine deutsche Karriere.

In diesem Bericht erzählt Dr. Sahana Arumugam, welche Vorbereitungen sie als Ärztin aus den Niederlanden treffen musste um in Deutschland ihr neues berufliches Kapitel beginnen zu können, welche Anforderungen Sie erfüllen musste um als ausländische Ärztin in Düren ihren Beruf zu praktizieren und welche große Rolle die TMI GmbH hierbei übernommen hat.

Sie erhalten in diesem Blogeintrag eine detailierte Darstellung der Umstände, denen Dr. Sahana Arumugam gemeinsam mit der TMI GmbH gegenüberstand, einen Einblick in den Bewerbungsprozess sowie nützliche Tipps zum Nachmachen.

Wie sind Sie auf die TMI GmbH aufmerksam geworden?

TMI hat mir eine Nachricht mit interessanten Informationen auf LinkedIn (vergleichbar mit XING in Deutschland) zugeschickt und wie der Zufall es wollte, war ich zu diesem Zeitpunkt auf der Suche nach einer neuen Stelle. Ich bemerkte bereits beim ersten Telefonat mit TMI, dass ursprünglich nur dem Zweck galt mehr über die Zusammenarbeit mit TMI zu erfahren, dass hier Profis am Werk sind, die mir alle meine Fragen ausnahmslos beantworten konnten.

Was verbinden Sie mit dem Namen TMI?

Ich verbinde zunächst einen erfolgreichen Start als Ärztin in Deutschland mit der TMI. Mir sind besonders die Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit und allem voran die Zuverlässigkeit im Gedächtnis geblieben. Ein solcher Schritt bzw. diese bedeutsame Entscheidung kann während des Prozesses Verunsicherung hervorrufen und gerade dann ist es notwendig einen kompetenten, verständnisvollen und zuverlässigen Partner wie die TMI GmbH zur Seite zu haben.

Wie hat TMI Ihnen weiter geholfen?

Auf Grundlage meiner Interessen hatte sich TMI auf die Stellensuche begeben und diverse Krankenhäuser kontaktiert. Zudem hat TMI viele meiner Fragen beantworten können, beispielsweise wie der Ablauf der Anerkennung einer ausländischen Approbation in Deutschland aussieht.

Mein wichtiger Tipp: Bereiten Sie sich gut auf das Registrierungsverfahren in Deutschland vor!

Mein erstes Vorstellungsgespräch bei der TMI GmbH hatte ich mit Herrn Herveille, dem Geschäftsführer der TMI GmbH. Ich konnte mich bei Fragen oder Unklarheiten immer an ihn wenden. Das fand ich nicht nur sehr nett, sondern auch sehr beruhigend. Die meiste Hilfe benötigte ich bei den Behördengängen. Zunächst hatte ich meine Dokumente bei der Bezirksregierung in Düsseldorf eingereicht, letztlich erwies sich dieser Schritt jedoch als kleiner „Fehler“.
Die Stadt Düren gehört in Hinblick auf das Einzugsgebiet unter die Bezirksregierung von Köln und nicht wie ich anfangs annahm zu Düsseldorf. Ich konnte mich nach Auslauf meines Arbeitsvertrages in Eindhoven (Niederlande) vollständig auf die Vorbereitungen für Deutschland konzentrieren.
Die Bezirksregierung in Düsseldorf hatte praktischerweise die Unterlagen bereits nach Köln weitergeleitet. Bei der Bezirksregierung in Köln stellte sich heraus, dass sie kein „B2 Deutsch Sprachzertifikat“ als Voraussetzung für die Fachsprachprüfung benötigen. In Düsseldorf ist das „B2 Deutsch Sprachzertifikat“ hingegen notwendig. Alle Briefe und Dokumente, die ich im September 2017 zur Bezirksregierung geschickt hatte, waren in Ordnung.

Ich wollte mich gut auf die Fachsprachprüfung vorbereiten, jedoch hatte ich wegen meiner Vollzeitbeschäftigung keine Zeit, deshalb wartete ich zunächst bis mein Arbeitsvertrag bei meinem alten Arbeitgeber auslief. Anfang Oktober stellte ich dann fest, dass ich für eine Registrierung für die Fachsprachprüfung bei der Bezirksregierung in Köln kein „B2 Deutsch Sprachzertifikat“ benötigte. Für Anfang 2018 habe ich jetzt einen Termin für die Fachsprachprüfung bekommen und dann kann ich im Krankenhaus in Düren beginnen.
Während des Bewerbungsprozesses hatte ich ein Vorstellungsgespräch mit dem Chefarzt und dem leitendem Oberarzt im Krankenhaus in Düren. Herr Herveille war während des Gespräches vor Ort. Sie fragten mich, ob ich kurzfristig die Arbeit in Düren aufnehmen könnte. Ich war zu dem Zeitpunkt noch bei meinem alten Arbeitgeber beschäftigt, daher war es nicht möglich. Zudem wollte ich auch nichts überstürzen und mich gut auf die neue Stelle vorbereiten. Ich entschied mich bewusst dafür, nicht vor Februar 2018 meine neue Stelle anzutreten, aber ich hatte zugestimmt bereits im Oktober 2017 eine Woche im Krankenhaus zu hospitieren.

Haben Sie aufgrund Ihrer ersten Eindrücke in dem Krankenhaus in Düren bereits Unterschiede zwischen den Niederlanden und Deutschland festgestellt?

Ich habe einige Unterschiede wahrgenommen. Ein besonderer Unterschied ist, wie das Krankenversicherungssystem in Deutschland organisiert ist. Die Tatsache, dass die Art der Behandlung des Patienten auf der Höhe des Krankenkassenbeitrages basiert, war für mich sehr überraschend. Dementsprechend entscheidet die Höhe des Beitrages, ob der Chefarzt in das Krankenzimmer kommt oder nicht. Meiner Meinung nach ist diese Herangehensweise etwas überzogen. In den Niederlanden gibt es keine Unterschiede auf Basis der Höhe des gezahlten Beitrages, da jeder Einwohner den identischen Beitrag unabhängig vom bezogenen Einkommen zahlt und dementsprechend werden hierdurch keine unterschiedlichen Behandlungsweisen praktiziert bzw. die Betreuung ist bei jedem Patienten gleichwertig.

Ein weiteren Unterschied machte sich im Arbeitstempo bemerkbar, da in den Niederlanden nach der Devise: „viel und schnell arbeiten“ die Tätigkeit aufgenommen wird. In Düren ist der Arbeitsdruck etwas geringer und das Tempo ist langsamer. Es kommt mir sehr entgegen und ich empfinde es als positiven Unterschied, da die Arbeitsbelastung hierdurch geringer ist und sich mir die Möglichkeit bietet mein neues Arbeitsumfeld detailliert kennenzulernen sowie eine gewisse Überschaubarkeit zu behalten.

Im Gegensatz dazu ist das Studium in Deutschland, von dem was ich gehört habe, sehr anspruchsvoll und umfangreich. Im Allgemeinen haben die Deutschen ein sehr großes Fachwissen und arbeiten sehr effizient. Es gibt lediglich wenige Momente, an denen ich mich an diese Unterschiede gewöhnen muss. In Bezug auf die Hierarchie hatte ich im Vorfeld die Befürchtung, dass ich den Chefarzt nur mit einem bestimmten Titel ansprechen kann und ihm in vielen Angelegenheiten das letzte Wort zusteht.
Ich kann heute sagen, dass diese Befürchtung im genauen Gegenteil in Erscheinung getreten ist, da der Umgang mit den Kollegen vor Ort in Düren sehr freundlich ist. Das Team ist sehr nett und hilfsbereit. Das war sehr angenehm und erfreulich, da ein Start in einer neuen Umgebung auf dieser Basis sehr belebend ist.

Wieso haben Sie sich für Deutschland entschieden?

Der ausschlaggebende Grund für die Entscheidung zur Fortführung meiner Karriere in Deutschland war in erster Linie ein privater Gesichtspunkt, denn mein Freund lebt in Deutschland. Ich habe kürzlich noch im Krankenhaus in Eindhoven gearbeitet und mir wurde sogar die Möglichkeit eingeräumt meine Arbeit fortzusetzen als auch an Fortbildungen teilzunehmen. Ich entschied mich der Liebe halber in Deutschland zu arbeiten und zu wohnen.
Im Moment bin ich nur auf Wohnungssuche in Düren. Es ist im Allgemeinen sehr schwierig eine Wohnung im Inland zu suchen, wenn man zu dem Zeitpunkt noch im Ausland lebt, da man nur gelegentlich für eine Wohnungsbesichtigung wie in meinem Fall nach Deutschland fahren kann.
Ich möchte gerne warten bis ich die Fachsprachprüfung erfolgreich abgeschlossen habe, denn für den Fall das ich die Prüfung nicht bestehen sollte, würde mir eine bereits angemietete Wohnung zusätzliche Kosten bereiten, die keinem Zweck dienen, da ich vorher nicht in einem Beschäftigungsverhältnis sein werde. Ich warte daher noch etwas.

Haben Sie noch Tipps für andere Bewerber, die gerne in Deutschland arbeiten möchten?

Ist jemand dringend auf Jobsuche, ist zunächst das Wichtigste herauszufinden, in welcher Region bzw. welchem Bezirk sich die Arbeitsstelle befindet. Der jeweilige Bezirk bestimmt, welche Bezirksregierung für den Arbeitnehmer zuständig ist und wo man sich anmelden muss. An einem kleinen Beispiel zu den Unterschieden erkläre ich kurz, weshalb ich ihnen dringend rate sich mit diesem Thema auseinander zu setzen. In Köln ist es nicht notwendig ein „B2 Deutsch Sprachzertifikat“ einzureichen um sich für die Fachsprachprüfung anzumelden, wodurch sie etwas Geld einsparen.
Hingegen ist es bei Stellen in Dortmund oder Düsseldorf verbindlich ein „B2 Deutsch Sprachzertifikat“ einzureichen.
Es ist sehr vorteilhaft, wenn die Informationen zu Beginn vorliegen, somit ist es problemlos möglich alles rechtzeitig in die Wege zu leiten, Herr Herveille war sehr zuvorkommend und hat mir ein Merkblatt zukommen lassen (quasi eine Checkliste), auf der alle wichtigen Punkte für einen reibungslosen Karrierestart in Deutschland notiert waren. Das war sehr nützlich, da ich alle erledigten Punkte gleich auf der Liste abhaken konnte und somit einen klaren Überblick über meine „To-Do“-Liste hatte.
Das Erhalten und Versenden der geforderten Dokumente an die Bezirksregierung hat viel Zeit in Anspruch genommen, daher rate ich ebenfalls allen Bewerbern, sich rechtzeitig um die Dokumente zu kümmern und die Wartezeiten bzw. Bearbeitungszeiten zu berücksichtigen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es sehr anstrengend ist, während der Arbeitszeit die Vorbereitungen zu erledigen. Ich musste mir dafür freinehmen, aber kompensierte es mit Hilfe von Wochenenddiensten, somit hatte ich ausreichend Zeit mich in Ruhe vorzubereiten bzw. alles zu erledigen.

Ein ganz wichtiger Tipp zum Schluss, wenn man eine Karriere in Deutschland beginnen möchte, sollte man sich definitiv gut vorbereiten!

 

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