Erfahrungsbericht von Sahana Arumugam

Die niederländische Ärztin Sahana Arumugam berichtet von Ihren Vorbereitungen um als Ärztin für Allgemein- und Viszeralchirurgie in Düren zu arbeiten. Erfahren Sie in diesem Blogeintrag wie Sahana mithilfe der TMI GmbH diese Herausforderung bewältigt.

Als Ärztin in den Niederlanden ist Sahana Arumugam damit beschäftigt alle Vorkehrungen zu treffen, um im Februar 2018 in einem Krankenhaus in der Stadt Düren zu arbeiten. Dabei gibt es viele Dinge zu beachten. Jedoch steht die TMI GmbH Sahana stets zur Seite. Sie erhalten in diesem Blogeintrag einen Einblick in den Bewerbungsprozess und nützliche Tipps von Sahana zum Arbeitsbeginn in Deutschland.

Wie sind Sie auf die TMI GmbH aufmerksam geworden?

TMI hat mir eine Nachricht auf LinkedIn (vergleichbar mit XING in Deutschland) geschickt. Zu der Zeit war ich auf der Suche nach einem Job und es war hilfreich mit jemandem von TMI zu sprechen, um zu schauen wie TMI mir weiterhelfen könnte.

Was verbinden Sie mit dem Namen TMI?

Hilfsbereit, freundlich, zuverlässig.

Wie hat TMI Ihnen weiter geholfen?

Auf Grundlage meiner Interessen hatte sich TMI auf Stellensuche begeben und hat verschiedene Krankenhäuser kontaktiert. Zudem hat TMI viele meiner Fragen beantworten können, zum Beispiel wie der Ablauf der Anerkennung einer ausländischen Approbation in Deutschland aussieht.

Mein Tipp: bereiten Sie sich gut auf das Registrierungsverfahren in Deutschland vor!

Mein erstes Vorstellungsgespräch bei der TMI GmbH hatte ich mit Herrn Herveille, dem Geschäftsführer der TMI GmbH. Ich konnte mich bei Fragen oder Unklarheiten immer an ihn wenden. Das fand ich sehr nett. Die meiste Hilfe benötigte ich bei den Behördengängen. Zunächst hatte ich meine Dokumente bei der Bezirksregierung in Düsseldorf eingereicht, letzten Endes stellte sich dieser Schritt jedoch als ‚falsch‘ heraus.

Die Stadt Düren fällt nämlich vom Einzugsgebiet her unter die Bezirksregierung von Köln und nicht von Düsseldorf. Nachdem mein Arbeitsvertrag in Eindhoven (NL) auslief, hatte ich erst die Zeit um alles für meinen Start in Deutschland vorzubereiten. Die Bezirksregierung in Düsseldorf hatte die Unterlagen, bereits nach Köln weitergeleitet (die mir zugewiesene Bezirksregierung). Bei der Bezirksregierung in Köln stellte sich jedoch heraus, dass sie kein „B2 Deutsch Sprachzertifikat“ als Voraussetzung für die Fachsprachprüfung benötigen. In Düsseldorf ist dies aber der Fall.

Alle Briefe und Dokumente, die ich im September 2017 zur Bezirksregierung geschickt hatte waren in Ordnung. Ich wollte mich gut auf die Fachsprachprüfung vorbereiten, jedoch hatte ich wegen meiner Vollzeitbeschäftigung keine Zeit dafür. Deshalb wartete ich zunächst auf den Moment, an dem mein Arbeitsvertrag bei meinem alten Arbeitgeber auslief. Anfang Oktober stellte ich dann fest, dass ich für eine Registrierung für die Fachsprachprüfung bei der Bezirksregierung in Köln kein „B2 Deutsch Sprachzertifikat“ benötigte. Für Anfang 2018 habe ich jetzt einen Termin für die Fachsprachprüfung bekommen und dann kann ich auch im Krankenhaus in Düren beginnen.

Während des Bewerbungsprozesses hatte ich ein Vorstellungsgespräch mit dem Chefarzt und dem leitendem Oberarzt im Krankenhaus in Düren. Herr Herveille war auch während des Gespräches vor Ort. Sie fragten mich, ob ich kurzfristig anfangen könnte in Düren. Da ich zu dem Zeitpunkt noch bei meinem alten Arbeitgeber arbeitete war dies nicht möglich. Zudem wollte ich auch nichts überstürzen und mich auch gut auf die neue Stelle vorbereiten. Darum wollte ich nicht vor Februar 2018 anfangen, aber ich hatte zugestimmt im Oktober 2017 bereits eine Woche im Krankenhaus zu hospitieren.

Haben Sie aufgrund Ihrer ersten Eindrücke in dem Krankenhaus in Düren bereits Unterschiede zwischen den Niederlanden und Deutschland festgestellt?

Ja, ein großer Unterschied zu den Niederlanden ist, wie das Krankenversicherungssystem in Deutschland organisiert ist. Die Tatsache, dass Menschen bestimmte Beiträge zahlen und deshalb anders behandelt werden, hat mich überrascht. Die Höhe des Krankenkassenbeitrages entscheidet wer im Krankenzimmer auftaucht. In den Niederlanden gibt es keine Beitragsunterschiede. Jeder zahlt gleich viel und alle werden gleich behandelt. In Deutschland ist es so geregelt: wenn man mehr bezahlt, kommt der Chefarzt aufs Zimmer. Meiner Ansicht nach ist dies etwas übertrieben.

Ein weiterer Unterschied bezieht sich auf das Arbeitstempo. In den Niederlanden herrscht die Devise: viel und schnell arbeiten. In Düren ist der Arbeitsdruck etwas geringer und das Tempo ist langsamer. Es macht mir nichts aus, dass die Arbeitsbelastung etwas niedriger ist, vielleicht ist es gut so um etwas in Ruhe als Arzt sein neues Arbeitsumfeld kennenzulernen. Das Studium dagegen scheint in Deutschland, von dem was ich so gehört hatte, wohl sehr anspruchsvoll zu sein. Deutsche haben im Allgemeinen viel Fachwissen und arbeiten auch sehr effizient. Manchmal muss ich mich nur an diese Unterschiede gewöhnen. Was die Hierarchie anbelangt, hatte ich in Deutschland immer Angst, dass der Chefarzt das letzte Wort hat und dass man jeden mit einem bestimmten Titel ansprechen muss. Aber ich habe das Gegenteil erfahren. Den Umgang mit den Kollegen dort vor Ort habe ich als sehr freundlich empfunden. Alle waren sehr nett und hilfsbereit. Das war sehr angenehm!

Wieso haben Sie sich für Deutschland entschieden?

Der ausschlaggebende Grund für meine Entscheidung nach Deutschland zu ziehen war, dass mein Freund dort wohnt. Ich habe bis vor kurzem noch im Krankenhaus in Eindhoven gearbeitet und dort erhielt ich sogar die Möglichkeit meine Arbeit fortzusetzen und auch an Fortbildungen teilzunehmen. Jedoch entschied ich mich der Liebe halber in Deutschland zu arbeiten und zu wohnen.

Momentan bin ich noch auf der Suche nach einer Wohnung in Düren. Ich finde es ziemlich schwierig von den Niederlanden aus zu suchen und dann ab und zu für eine Wohnungsbesichtigung nach Deutschland zu fahren. Darüber hinaus will ich auch einfach warten bis ich die Fachsprachprüfung erfolgreich abgeschlossen habe. Falls ich die Prüfung nicht bestehen sollte, dann würde es mir nicht viel bringen eine Wohnung zu haben, wenn ich dann keinen Job habe. Deshalb warte ich erstmal ab.

Haben Sie noch Tipps für andere Bewerber, die gerne in Deutschland arbeiten möchten?

Wenn man dringend einen Job sucht, ist es am wichtigsten herauszufinden in welcher Region bzw. in welchem Bezirk man eine Stelle erhält. Der jeweilige Bezirk bestimmt nämlich bei welcher Bezirksregierung man sich anmelden muss. Wenn es sich z. B. um Köln handelt, dann ist es nicht notwendig ein „B2 Deutsch Sprachzertifikat“ einzureichen um sich anzumelden für die Fachsprachprüfung (dadurch spart man auch etwas Geld). Wenn man jedoch eine Stelle in Dortmund oder Düsseldorf erhält muss man wohl ein „B2 Deutsch Sprachzertifikat“ einreichen. Also wenn die Leute das wissen und alles rechtzeitig in die Wege leiten, ist das sehr vorteilhaft. Dementsprechend habe ich von Herrn Herveille ein Merkblatt erhalten, eine Art Checkliste, wo alle wichtigen Punkte zum Karrierestart in Deutschland aufgelistet waren. Das war sehr nützlich, da ich alle erledigten Punkte auf dem Merkblatt abhaken konnte. Man sollte sich bewusst sein, dass das Erlangen und Versenden der angeforderten Dokumente an die Bezirksregierung viel Zeit in Anspruch nehmen kann. Also rate ich allen Bewerbern, dass Sie alles rechtzeitig erledigen. Es ist nämlich sehr anstrengend alles während der Arbeitszeit zu erledigen. Ich musste mir deswegen frei nehmen und konnte es durch meine Wochenenddienste kompensieren. Somit hatte ich genügend Zeit alles zu erledigen. Also, wenn man eine Karriere in Deutschland beginnen will, dann sollte man sich gut vorbereiten!

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