Im folgenden erfahren Sie mehr über Ellis, Gesundheits- und Krankenpflegerin auf der Normalstation in Siegburg. Ellis kommt ursprünglich aus den Niederlanden und arbeitet jetzt seit Februar 2019 in Deutschland im Dienst der TMI GmbH auf Basis der Arbeitnehmerüberlassung. Wie der Start in ihrem neuen Job in einem neuen Land verlief und welche Erfahrungen sie bisher gemacht hat, lesen Sie im folgenden Interview.

Wieso wolltest du Gesundheits- und Krankenpflegerin werden ?

Das wusste ich schon als Kind. Seit ich 6 Jahre alt war habe ich das ständig gesagt, weil meine Mutter auch Krankenschwester ist und sie immer mein großes Vorbild war. Und etwas anderes als Krankenschwester stand nie zur Debatte! Ich wollte immer Menschen helfen und auch etwas beitragen. Ich finde es sehr wichtig, dass man mit Patienten reden kann, dass man Patienten emotional unterstützen kann, wenn sie z.B eine Operation haben und sich davor fürchten. Also auch die psychische Ebene der Unterstützung. Das ist auch das, was ich an meinem Beruf liebe.

 

Warum hast du dich für eine Arbeit in Deutschland entschieden?

Diese Frage bekomme ich sehr oft gestellt! Für mich war es einfach ein Bauchgefühl, dem ich gefolgt bin. Es war immer ein Traum, fließend Deutsch zu sprechen und ich wollte während meiner Ausbildung so gerne ein Auslandspraktikum in Deutschland machen, aber leider gab es damals diese Möglichkeit an meiner Schule nicht. Daraufhin habe ich ein Jahr in Maastricht gearbeitet. Dort habe ich in einer Wohngemeinschaft gelebt mit zwei Mädchen aus Deutschland. Das war super, denn somit konnte ich mein Deutsch verbessern! Als ich dann gemerkt habe, dass das mit dem Deutsch schon gut klappt, habe ich darüber nachgedacht, ob ich auch in Deutschland arbeiten möchte. Aber ich war mir unsicher, da es ja schon ein großer Schritt ist in ein anderes Land zu gehen und dort zu arbeiten! Aber meine Mitbewohnerinnen haben mich dann davon überzeugt und mir Mut zugesprochen, was mir sehr geholfen hat.
Dann habe ich mich im Internet informiert, ob es überhaupt möglich ist als niederländische Krankenschwester in Deutschland zu arbeiten und habe dann auch ziemlich schnell TMI gefunden. Ich habe dann ein Gespräch mit André Herveille geführt und daraufhin habe ich direkt einen Probetag in Siegburg absolviert. Dort hat es mir dann direkt so gut gefallen, dass ich dachte – hier will ich bleiben!

Wie waren die ersten Wochen in deinem neuen Arbeitsverhältnis?

Die waren echt anstrengend, eigentlich der ganze erste Monat war eine ziemliche Achterbahnfahrt. Man muss so viel erledigen und ich bin ganz am Anfang noch gependelt. Ich habe mich dann allerdings ziemlich schnell dafür entschieden in Deutschland zu leben. Und dann kam da noch der Umzug dazu und der ganze Papierkram natürlich auch. Dann hat man noch die Einarbeitungsperiode mit vielen neuen Abläufen und Prozessen – alles in allem war am Anfang schon ein bisschen Chaos in meinem Leben (lacht).

Aber als die ersten Wochen überstanden waren ging alles deutlich besser und einfacher und ich habe es mir deutlich schlimmer vorgestellt, als es dann letztendlich war.

Konntest du dich bereits gut in deine neue Umgebung und ins Team einfinden?

Ich habe mich von der ersten Minute an sehr wohl gefühlt! Das Team hat sich so gefreut, dass ich gekommen bin das konnte ich auch direkt spüren. Das war wie nach Hause zu kommen. Alle im Team sind sehr freundlich und wir verstehen uns auch sehr gut. Zum Beispiel haben wir an Karneval einen Karnevalswagen gemietet und die ganze Abteilung und auch noch Kollegen von anderen Stationen haben dann am Karnevalsumzug teilgenommen – das hat so viel Spaß gemacht! Das hatte ich auch überhaupt nicht erwartet, dass man hier so viel gemeinsam unternimmt. Da lernt man sich natürlich auch gleich viel besser kennen, nicht nur am Arbeitsplatz, sondern auch privat und das war gleich zu Beginn natürlich super für mich!

Was sind die Unterschiede zwischen der Arbeit in Deutschland und in den Niederlanden?

Es gibt schon einige Unterschiede. Der größte Unterschied für mich ist, dass ein Krankenhaus in Deutschland oftmals so ist, wie ein Krankenhaus in den Niederlanden vor 30 Jahren. Papier-Patientenakte, Papier-Patientenkurve, handschriftliche Medikamentenanordnungen von Ärzten – sehr, sehr wenig wird digital bearbeitet. Alles wird noch von Hand aufgeschrieben und erfasst, in den Niederlanden läuft das alles digital ab. Und weil eben alles von Hand aufgeschrieben und bearbeitet werden muss, ist der Arbeitsdruck in Deutschland auch oft höher, finde ich. Vor allem zeigt sich das bei Neuaufnahmen. Bis man das handschriftlich alles erfasst hat, die Patientenkurve erarbeitet hat – das alles nimmt unfassbar viel Zeit in Anspruch. In den Niederlanden gibt es dafür eine spezielle Pflegekraft, die sich allein um Aufnahmen, Anamnesen und Entlassungen kümmert und die Daten digital erfasst, sodass die Gesundheits- und Krankenpfleger/innen auf Station direkt die Daten abrufen und mit ihnen arbeiten können. Dadurch spart man einfach Zeit, die man dann in die Pflege von Patienten investieren kann.

Dann gibt es in Deutschland auch immer noch eine Aufteilung in Frauen- und Männerzimmer. Das gibt es in den Niederlanden schon lange nicht mehr. Dort liegen sowohl Frauen, als auch Männer gemeinsam in einem Zimmer aber es gibt dafür Vorhänge zwischen den Betten. Auch, dass überhaupt noch eine Privatstation existiert, ist ein erheblicher Unterschied. In den Niederlanden gibt es keinen Unterschied mehr zwischen gesetzlichen und privat Versicherten. Es wird jeder gleich behandelt.

 

Wo siehst du die kulturellen Unterschiede zwischen Deutschland und den Niederlanden?

Als ich meinen Kollegen und Freunden in den Niederlanden erzählt habe, dass ich gerne in Deutschland arbeiten möchte, kam sehr oft zuerst die Frage: „Aber gibt es in Deutschland nicht so eine starke und strenge Hierarchie zwischen Pflegekräften und Ärzten?“.
Aber das ist eigentlich überhaupt nicht so bei mir. Wir auf unserer Station können Ärzte und Kollegen Duzen und der Umgang untereinander ist auch freundlich und offen. Das ist also ein weit verbreitetes Vorurteil, dass in Deutschland alles deutlich strenger ist, als in den Niederlanden. Ich kann allerdings nicht für andere Stationen und Krankenhäuser sprechen.

Im Großen und Ganzen sind die kulturellen Unterschiede sehr gering. Ein paar Dinge sind mir aber schon aufgefallen. Hier wird sehr viel Wert darauf gelegt, dass man sich vorstellt, seinen Namen nennt – das ist in den Niederlanden auch wichtig aber hier wird darauf noch mehr Wert gelegt. Was mir noch aufgefallen ist, ist, dass in den Niederlanden deutlich mehr Fragen gestellt werden und die Patienten auch ein bisschen direkter sind als in Deutschland. Zum Beispiel hört man in den Niederlanden oft die Fragen: „Wie funktioniert das denn eigentlich?“, „Bist du sicher?“ oder „Was genau machst du denn jetzt?“. Und in Deutschland hört man diese Fragen deutlich weniger.

Wie zufrieden bist du mit der Begleitung und Betreuung durch die TMI GmbH?

Ich wusste zwar, dass ich gerne in Deutschland arbeiten wollte, aber konkretere Pläne bezüglich des Wo, Wie und Was hatte ich bis dahin noch nicht. Ich habe André eine E-Mail geschickt und gefragt, ob es möglich wäre in Deutschland zu arbeiten und welche Möglichkeiten er mir bieten könnte. Wir haben daraufhin ein persönliches Gespräch vereinbart, wo er mir dann alles erklärt hat und seitdem war ich von allem überzeugt und wusste, dass es der richtige Weg sein würde und es genau das ist was ich wollte. Und dann ging alles eigentlich ganz schnell.

Im Allgemeinen bin ich sehr zufrieden mit der Beratung und Betreuung von TMI.

Wenn du an TMI denkst, welche 3 Worte oder Eigenschaften fallen dir dann ein?

Die Mitarbeiter der TMI GmbH sind sehr hilfsbereit, freundlich und ich fühle mich sehr gut betreut und unterstützt.

Würdest du anderen Gesundheits- und Krankenpfleger/innen aus den Niederlanden die Arbeit in Deutschland weiterempfehlen?

Ich kann die Arbeit in Deutschland in jeder Hinsicht weiterempfehlen. Das ist eine sehr gute und wichtige Erfahrung die man machen kann. Man muss aus seiner Komfortzone heraus und sich in ein neues Abenteuer stürzen aber man lernt dadurch so viel – sowohl aus beruflicher als auch aus persönlicher Sicht. Man lernt sich einfach selbst besser kennen. Es ist auch gut zu sehen, wie die Arbeit in einem anderen Land abläuft, da man ständig so viel neues dazulernt!

Der erste Schritt ist immer der schwerste, aber wenn man es dann macht, merkt man, dass man sich viel zu viele Gedanken gemacht hat und dass alles viel einfacher ist als gedacht.  Einfach machen!

 

Wir bedanken uns bei Ellis für ihr Engagement und wünschen ihr nur das Beste für ihre weitere Zeit bei TMI!

Ihr(e) Ansprechpartner(in) bei Fragen

André Herveille

Managing Director Deutschland

+49 (0)171 968 6395

a.herveille@tmi-jobservices.de

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