Erfahrungsbericht eines Intensivpflegers bei TMI

Kai ist Fachpflegekraft für Intensivpflege und Anästhesie auf der Neurointensivstation am Uniklinikum in Aachen. Er ist seit März 2018 tätig für die TMI GmbH auf Basis der Arbeitnehmerüberlassung. Wir durften Kai interviewen und er hat uns ehrliche Antworten auf Fragen zu seiner Arbeit, Motivation, Personalnot und dem Arbeitsverhältnis mit TMI gegeben. 

Was hat dich dazu bewegt als Fachpflegekraft für die Intensivpflege und Anästhesie zu arbeiten?

Dass ich diesen Berufsweg einschlagen würde, war mir eigentlich schon sehr früh klar. Meine Mutter ist Altenpflegerin und ich habe mit 12 Jahren angefangen ihr im Pflegeheim zu helfen. Dann ist eins nach dem anderen gekommen, Sonntagsdienste im Krankenhaus, Schulpraktikum im Krankenhaus, und dann direkt die Ausbildung zum Krankenpfleger. Als ich von der Bundeswehr wiedergekommen bin, habe ich erst einmal 1,5 Jahre nur Nachtdienste gemacht, bis mir dann das Krankenhaus angeboten hat eine Weiterbildung zur Intensivpflegekraft zu absolvieren. Da habe ich dann direkt zugeschlagen!

Was macht dir an deiner Arbeit am meisten Spaß?

Allen voran natürlich die Arbeit mit den Leuten. Sei es mit Patienten, Angehörigen, mit den Ärzten, mit meinen Kollegen. Der Gedanke daran, dass man den Leuten helfen kann. Meine Arbeit erfüllt mich und ich mache genau das, was ich schon immer machen wollte. Ich wollte nie Arzt werden, für mich war nur die Pflege interessant, egal ob Alten- oder Krankenpflege.

Wie wirkt sich der Fachkräftemangel in der Pflege auf deine alltägliche Arbeit aus?

Ich merke das insofern, dass einfach nichts passieren darf im Personaldeckel. Gerade in der Winter- und Erkältungszeit – sobald sich zwei, drei Leute krankmelden, brennt die Hütte! Dann versuchen die Kliniken natürlich das irgendwie auszugleichen und wollen, dass man zusätzlich zu den 25 Mal die man im Monat schon im Schnitt arbeiten geht, auch noch Bereitschaftsdienste macht. Die bekommt man zwar bezahlt, aber irgendwann ist es genug. Deshalb bin auch sehr froh, dass ich jetzt bei TMI auf Basis der Arbeitnehmerüberlassung angestellt bin.

Das ist ein ganz anderes Arbeitsgefühl. Ich habe nicht mehr das Gefühl, dass ich nur für das Klinikum arbeite, sondern für den Patienten. Ich bin unabhängiger und muss mir nicht mehr alles gefallen lassen nach dem Motto: „Komm Kai kannst du nicht mal eben einspringen“ – das kann das Krankenhaus jetzt nicht mehr.

Und dieser Job ist ein Knochenjob. Nicht nur körperlich sondern auch mental. Da gibt es nicht viele Berufe, die diesbezüglich vergleichbar sind, sowohl mit der körperlichen als auch der psychischen Belastung. Und daran gehen auch viele kaputt. Ich hatte das Glück, dass meine Mutter auch Altenpflegerin war und ich mir gerade am Anfang alles von der Seele reden und verarbeiten konnte. Von daher war das immer relativ einfach für mich damit umzugehen. Aber man muss wirklich darauf achten, wenn man nach Dienstschluss das Krankenhaus verlässt zu sich selbst zu sagen: So jetzt ist gut. Nach Hause gehen und Kai sein. Und nicht der Pfleger.
Und das zu tun ist auch unglaublich wichtig. Aber gerade das macht einem das Krankenhaus in Zeiten des Personalmangels auch so schwer. Mein früherer Arbeitgeber hat sich damals bei mir beschwert, dass er meine private Handynummer nicht hatte. Auf die Frage, wofür diese überhaupt benötigt werden würde, kam die Antwort „damit du erreichbar bist, falls hier mal irgendwas sein sollte“. Als ich gesagt hatte, dass ich das nicht möchte, wurde ich als unkollegial bezeichnet. Und es ist nicht so, dass ich nie eingesprungen bin oder Dienste getauscht hätte – ganz im Gegenteil. Ich habe damals in direkter Nähe zum Krankenhaus gewohnt und bin jeden Tag länger geblieben und auch oft eingesprungen oder habe ausgeholfen. Aber irgendwann ist auch mal Schluss. Und das ist auch wichtig – dass man auch „Nein“ sagen kann. Das ist ein anstrengender Beruf, einem wird viel abverlangt. Man muss auch flexibel sein und tauschen und einspringen, aber nur bis zu einem gewissen Grad.

Ich weiß auch nicht wo das alles noch hinführen soll. Die Leute fehlen schon seit Ewigkeiten, das ist nicht erst seit gestern bekannt. Und wenn mich jemand fragt, sage ich auch ganz deutlich, dass das nur besser wird, wenn man mehr verdient – nicht nur als Gesundheits- und Krankenpfleger, sondern in Pflegeberufen allgemein. Aber so läuft das leider. Am besten kommt man noch für umsonst arbeiten und soll dankbar sein, dass man da überhaupt arbeiten darf. Und genau das sehe ich eben anders. Ich biete meine Arbeitskraft an und dafür möchte ich auch entsprechend entlohnt werden. Ich bin ein „Meister“ meines Faches. Vergleicht man das mit anderen Ausbildungsberufen findet man gravierende Unterschiede.

Frag‘ mal einen Malermeister, ob der für 20€ die Stunde arbeiten kommt. Da lacht der und sagt, „da geh ich mal lieber ein Bierchen trinken!“

Und der Beruf, den ich ausübe ist einfach ein sehr anstrengender Beruf, gerade durch die Wechselschichten und die ganzen Fluktuationen. Man ist sehr schnell ausgebrannt und wird auch gerade die ersten zwei, drei Jahren nach seiner Aus- oder Weiterbildung ziemlich stark belastet. Dementsprechend ist auch manchmal die Motivation ziemlich weit unten von den Leuten, die in der Pflege arbeiten.

Aber es macht mir trotz allem noch Spaß und ich liebe meinen Beruf. Und gerade jetzt, da ich nicht mehr für das Klinikum, sondern für den Patienten arbeite. Das ändert schon unglaublich viel!

Was sind deiner Ansicht nach die Vorteile, ein Arbeitsverhältnis auf Basis der Arbeitnehmerüberlassung einzugehen?

Der ganz zentrale Vorteil ist wie gesagt, dass ich mit TMI die Möglichkeit habe nur noch für den Patienten zu arbeiten und nicht mehr primär für das Krankenhaus. Und wenn ich so darüber nachdenke, sehe ich auch sonst nur Vorteile. Wir bekommen Weihnachtsgeld, weitere Vergütungen, die allesamt höher sind als bei vorherigen Arbeitgebern, durch die höchste Gehaltsgarantie von TMI. Ich fühle mich sehr wohl so wie es ist. Ich bin gerade noch in der ersten Station von meinem Arbeitsverhältnis mit TMI, seit knapp einem Jahr bin ich jetzt am Uniklinikum Aachen. Und für meinen „Kopf“ ist es besser. Natürlich mache ich die gleiche Arbeit wie vorher auch, aber das Gefühl ist ganz anders, die Motivation dahinter. Das Krankenhaus kann mir einfach nicht mehr die Pistole auf die Brust setzen und sagen: „Du musst noch das und du musst noch das…“

Und dieses Gefühl von „Du musst aber“, obwohl es eigentlich gar nicht geht, habe ich jetzt nicht mehr. Ich fühle mich jetzt einfach freier und deutlich wohler!

Ein weiterer großer Vorteil ist, dass ich deutlich mehr Einfluss auf den Dienstplan nehmen könnte, wenn ich das wollen würde. Ich habe von anderen Kollegen gehört, dass diese ihren Dienstplan weitestgehend selbst gestalten, so wie es ihnen am besten passt. Ich zum Beispiel mache das nicht. Ich bin ganz normal auf dem Dienstplan und mache meine Stunden. Aber durch diese Option ist man ist einfach flexibler.

Gibt es auch Nachteile?

Also da muss ich ehrlich sagen, dass mir hier im Moment nichts einfällt. Ich habe ja immer einen Ansprechpartner, den André Herveille, sobald irgendetwas sein sollte kann ich ihn immer erreichen. Es klappt alles so wie es sein sollte, mein Gehalt ist immer pünktlich auf dem Konto und ich habe ein zusätzliches Auto. Letztes Jahr hab ich keinen Cent für Benzin bezahlt, außer eine kleine monatliche Pauschale fürs Auto, aber das steht ja in keinem Verhältnis zu den Benzinkosten die ich eigentlich hätte. Wenn ich darüber nachdenke – gibt es nichts zu beanstanden!

Wie bist du mit der TMI GmbH in Kontakt gekommen?

Durch „Mundpropaganda“ zweier ehemaliger Kollegen, die zu TMI gewechselt sind. Die haben mir vorgeschwärmt wie die Arbeit mit TMI ist und mir von den vielen Vorteilen und ihren Erfahrungen erzählt. Ich war gar nicht aktiv auf Jobsuche, aber da ich bei meinem vorherigen Arbeitgeber nicht mehr wirklich zufrieden war, dachte ich mir, darüber muss ich mich mal informieren! Daraufhin habe ich mich in Mönchengladbach mit André getroffen und danach ging alles Weitere sehr schnell über die Bühne und mir war klar, dass ich gerne bei TMI anfangen würde. Klar hat das damalige Krankenhaus mich gefragt, ob ich nicht doch lieber bleiben möchte. Aber als ich ihnen sagte, dass ich es mir für die gleiche Bezahlung wie bei TMI überlegen würde, haben meine Vorgesetzten nur gelacht. Das hat meine Entscheidung nur bestärkt.

Was assoziierst du mit der TMI GmbH? Welche drei Worte oder Eigenschaften fallen dir sofort ein?

  • Flexibilität, vor allem durch die Selbstgestaltung des Dienstplans
  • Unabhängigkeit, dadurch, dass man sich jetzt besser auf den Patienten konzentrieren kann
  • Selbstverwirklichung, eben durch diese Unabhängigkeit vom Krankenhaus, die einem durch TMI gegeben wird

Wie zufrieden bist du mit der Begleitung der TMI GmbH?

Für mich ist das alles ziemlich unkompliziert, vor allem da ich bis jetzt keine Probleme hatte, weder mit TMI noch mit dem Uniklinikum oder Kollegen. Wenn ich neu im Team bin, versuche ich mich natürlich schnell zu integrieren. Das hat auch bis jetzt wirklich gut geklappt auf allen Stationen bei denen ich gewesen bin. Ich wurde auch von Anfang an nach meiner Meinung gefragt und konnte mich schnell miteinbringen und hatte das Gefühl, dass meine Arbeit von Anfang an wertgeschätzt wurde. Also bis jetzt gab es einfach noch keine Situation, wo ich gesagt hätte, mich stört etwas ich muss André anrufen. Ich fühle mich von André wirklich gut betreut, wenn ich ihn anrufe und eine Frage habe, kann er mir immer weiterhelfen. Wir haben uns auch letztes Jahr mehrmals getroffen. Zum Beispiel haben wir uns ganz unverbindlich abends mit allen Mitarbeitern von TMI getroffen, die hier bei mir in der Nähe wohnen, um sich auszutauschen.

Hast du noch Tipps für Interessierte, die gerne als Intensivpflegekraft arbeiten möchten?

Intensivpflege hat sehr viel mit Selbstständigkeit zu tun. Man muss sich auf jeden Fall gut selbst organisieren können. Oftmals ist es so, dass man ein Patientenzimmer hat, in dem mehrere beatmete Patienten liegen. Da geht man manchmal morgens rein und kommt erst nachmittags zum Feierabend wieder raus, maximal vielleicht noch zum Frühstücken. Man ist definitiv mehr in den Prozess des Heilens miteingebunden, man muss mehr „selbstständig denken“ und selbstständig Entscheidungen treffen und danach handeln. Anders als auf normalen Stationen, wo man primär Anweisungen bekommt und danach handeln muss. In Notfällen muss man schneller handeln, als dass man noch jemanden fragen kann. Zum Beispiel selbständig Beatmungsmaschinen einstellen, oder Perfusionen herunterfahren, sodass Patienten vernünftig versorgt sind. Und das hat man eben auf einer Intensivstation im Normalfall immer – das selbständige Handeln unabhängig von den Kollegen und auch unabhängig von den Ärzten, weil man eben auch die gewisse Ausbildung und das notwendige Wissen mitbringt, um diese Entscheidungen treffen zu können.

Und es wird einem auch nie langweilig. Dadurch, dass es verschiedene Intensivstationen gibt kann man auch immer etwas neues dazulernen. Die ersten 6 Monate war ich zum Beispiel auf der Intensivstation für Brandverletzte, wo ich zuvor noch nie gearbeitet habe. Das war hochinteressant zu erfahren, wieviel man eigentlich noch nicht weiß (lacht).
Aber das ist auch das Tolle daran: Die Abwechslung, die man hat. Ich bin im Moment auf der dritten Intensivstation der Uniklinik und innerhalb eines Jahres konnte ich meinen Wissensstand enorm steigern. Man muss keine Scheu davor haben, wenn man auf einem Gebiet noch keine Erfahrungen gesammelt hat!

Man sollte sich aber auch bewusst sein, dass einem mehr abverlangt wird. Dafür wird die Arbeit aber auch anerkannt, die eigene Meinung wird gefragt und man erhält eine entsprechende Entlohnung. Man diskutiert mit dem Vorgesetzten über die Patienten und kann sich einfach wirklich in den Heilungsprozess miteinbringen. Und das ist das Schöne an der Intensivstation.

 

Wir freuen uns sehr, so tolle und engagierte Mitarbeiter wie Kai zu haben und danken ihm an dieser Stelle für seine Bereitschaft und Offenheit! 

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André Herveille

Managing Director Deutschland

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