Birte Füllgraf‘s Schnuppertag im Akademisch Medizinischen Zentrum (AMC) in Amsterdam

Birte beendet demnächst Ihre Ausbildung im August 2018 als Operationstechnische Assistentin (OTA) in Deutschland und hatte kurz nach Beginn der Ausbildung den Wunsch nach ihrem Abschluss als OTA in den Niederlanden, vorzugsweise in Amsterdam, Fuß zu fassen. Während ihrer Suche, die mit Höhen und Tiefen verlief, stieß Birte kurz bevor sie ihr Vorhaben auf Eis legen wollte, auf TMI und fand nicht nur eine tatkräftige Unterstützung, sondern auch einen Service den sie sich nicht mal in ihren Träumen vorgestellt hat. TMI verhalf Birte die richtigen Kontakte zu knüpfen und wurde kurze Zeit darauf vom AMC in Amsterdam zu einem „Schnuppertag“ eingeladen. Der folgende Blog berichtet über die Erwartungen, Emotionen und Erlebnisse von Birte in Form eines ausführlichen Interviews. Während des Bewerbungsprozesses von Birte kam es zu einer Fusion des Lehrkrankenhauses und das ehemalige AMC trägt nun den Namen Amsterdam UMC (Amsterdam Universitair Medische Centra).

Nervosität verwandelt die TMI in Selbstsicherheit

Am Morgen meines Schnuppertags im AMC war ich aufgeregt, da ich bisher nur Krankenhäuser und auch die Arbeitsweise in Krankenhäusern aus Deutschland kannte. Ich wollte mich natürlich von meiner besten Seite zeigen, denn wie jeder weiß, der erste Eindruck bei einem Arbeitgeber ist sehr wichtig. An diesem Morgen war ich also aufgeregt und zugleich gespannt als auch voller Vorfreude meine neuen Arbeitgeber, Kollegen und das Krankenhaus kennenzulernen. Insofern die Entscheidung am Ende des Tages für meine Person ausfallen würde. Es kam mir sehr gelegen, dass ich mich mit Merve, einer nebenbei sehr netten und zuvorkommenden Account Managerin bei TMI, vor dem Termin im AMC auf einen Kaffee getroffen habe. Im hauseigenen Starbucks des Krankenhauses haben wir gegen 7.15 Uhr unseren Kaffee bestellt und Merve hat mir hilfreiche Tipps gegeben um mir die Aufregung zu nehmen. Ich war sehr froh, dass sie mir zur Seite stand, denn zum einen beruhigte es mich unheimlich, dass ich nicht alleine die Tür zum OP-Bereich finden musste. Des Weiteren war es eine Ausnahmesituation, die man als Bewerber nicht jeden Tag erlebt. Trotz meiner guten niederländischen Sprachkenntnisse nahm es mir ein wenig die Aufregung, dass Merve auch vor Ort war und für den Fall der Fälle Unklarheiten übersetzen konnte.

Der erste Eindruck vom AMC in Amsterdam

Wir haben im Anschluss gegen 8 Uhr den OP-Bereich betreten und uns mit der OP-Leitung bzw. der OP-Managerin getroffen. Bei den Gesprächen im Krankenhaus haben wir uns abwechselnd in englischer und in der niederländischen Sprache unterhalten. Die OP-Leitung hat vor allem in niederländischer Sprache gesprochen und zum Glück verstehe ich die Sprache zum größten Teil, aber sobald es für mich zu kompliziert wurde, habe ich mich gleich zu Wort gemeldet und die OP-Leitung oder Merve haben mir den jeweiligen Gesprächspunkt nochmal in englischer Sprache erklärt.
Die Kommunikation verlief auf zweisprachiger Basis. Das hat mich sehr gefreut, denn ich hatte die Möglichkeit zu zeigen wie fortgeschritten meine niederländischen Sprachkenntnisse sind. Nach dem Gespräch mit der OP-Leitung sind wir gemeinsam zum OP-Saal gegangen und die OP-Managerin hat sich vorübergehend von uns verabschiedet, bevor ich mit Merve den OP-Saal betreten haben.

Meine erste Operation im AMC

Im OP-Saal angekommen, haben wir uns zunächst den anwesenden Operationsteilnehmern vorgestellt. Ich durfte an diesem Tag gleich zwei Operationen bewohnen und bei der ersten Operation handelte es sich um eine Leberresektion. Bei der Gelegenheit konnte ich zeitweise den OP-Pflegern Fragen stellen. An diesem Tag waren eine ausgelernte Festangestellte und eine auszubildende Operationstechnische Assistentin anwesend. Die Situation im OP sieht eine/n OP-Pfleger/in am OP-Tisch vor und eine/n OP-Pfleger/in als Springer/in, der/die hauptsächlich für die Vorbereitung und Unterstützung im OP vorgesehen ist. Ich konnte daher zwischendurch immer wieder meine Fragen stellen, während ich den gesamten Operationsverlauf verfolgen konnte.

Die Unterschiede zwischen den Niederlanden und Deutschland

Bei der ersten Operation arbeitete die ausgelernte OP-Pflegerin am OP-Tisch, während die Auszubildende als Springerin eingesetzt wurde. Eine Springerin ist die zweite OP-Pflegerin im OP-Team und unterstützt überall, wo es nötig ist. Sie reicht beispielsweise zusätzliche Instrumente und kümmert sich um alle Anliegen im Hintergrund zur Gewährleistung einer störungsfreien OP. Ich hatte dadurch die Gelegenheit der Auszubildenden Fragen zu der Ausbildung in den Niederlanden zu stellen. Es ist schließlich interessant zu hören, inwiefern die Ausbildungsabläufe des gleichen Berufs zweier Nachbarländer sich unterscheiden. Ich konnte zwar nur einen kleinen Einblick gewinnen, da ich den Fokus meiner Fragen nicht auf den Ausbildungsweg gelegt habe und die Zeit für Fragen aufgrund der fortlaufenden Operation begrenzt war. Ich konnte erfragen, wie es in den Niederlanden bzgl. der Ausbildung verläuft, wie viele Prüfungen zu bestehen sind und ähnliches. Einen großen Unterschied in der Ausbildung stellen die Prüfungen dar. In Deutschland ist es üblich zum Abschluss der Ausbildung eine praktische, schriftliche und mündliche Prüfung zu absolvieren. In den Niederlanden fertigen die Auszubildenden zum Abschluss ein Skript an. Ich konnte einige Fragen stellen um zu erfahren, ob sich die Ausbildungen ähneln und ich denke, dass dies der Fall war. Die Auszubildende war die ideale Ansprechpartnerin, da sie ebenfalls am Ende ihrer Ausbildung angekommen ist und ich aufgrund ihrer selbstständigen Arbeitsweise auf Anhieb erkennen konnte, dass wir ungefähr auf dem gleichen Stand sind.

Eine ehrliche Einladung vom AMC und kein flüchtiges „Hallo!“

Ich hatte im OP die Gelegenheit alle operierenden Ärzte in dem Saal an diesem Tag kennenzulernen, da wir über einen längeren Zeitraum im OP waren. Es war zudem sehr interessant die Geräte zu sehen. Ich habe den gesamten Ablauf im OP beobachten können und war positiv überrascht, da der Ablauf meinem gewohnten Umfeld in Deutschland sehr ähnelt. Ich habe Abläufe wiedererkennen können in Form von beispielsweise der Vorgehensweise. Die Auszubildende hat mir während der OP gezeigt, wie das Programm am Computer funktioniert, wenn es die Situation zugelassen hat. Ich konnte mir einen konkretes Bild von Abläufen im OP machen und das geht auf den Zeitraum im OP zurück, denn wir waren keine kurzzeitigen Besucher. Ich konnte mir in Ruhe ein Bild machen, meine Fragen stellen und die anwesenden Teilnehmer kennenlernen, dass ich sehr zu schätzen weiß, denn ich denke es wäre kein derartig bleibender Eindruck entstanden, wenn wir lediglich als „kurzzeitige Besucher“ behandelt worden wären und nur die Gelegenheit bekommen hätten, ein kurzes Gespräch zu führen und den OP anzuschauen anstatt an der OP teilnehmen zu dürfen.

Meine zweite Operation und die kollegiale Arbeitsatmosphäre im AMC

Bei der zweiten Operation arbeitete die Auszubildende am Tisch und die Festangestellte wurde als Springerin eingesetzt. Es bot sich nun die Gelegenheit der OP-Pflegerin in Festeinstellung Fragen zum Team zu stellen. Sie hat mir berichtet, dass sie selbst ein neues Mitglied im Team ist und dass das Team im Durchschnitt jung als auch sehr offen für neues ist, im Klartext das Team ist nicht verschlafen bzw. verschlossen. Sie erklärte mir weiter, dass die Arbeit zu Beginn sehr fordernd sein kann, da beispielsweise in ihrem Fall vorherige Arbeitgeber ein kleineres Krankenhaus geführt haben und sie einer großen Umstellung gegenüber stand, denn sie musste vieles lernen um ihren Kollegen im großen AMC in Nichts nachzustehen. Ich erfuhr, dass es sehr anspruchsvoll ist, denn sie müsse vier Fachabteilungen mit Wissen abdecken, aber mit der Zeit spielt sich alles ein.

Das Gespräch bzw. die Aussagen lösten positive Gefühle in mir aus, denn ich hatte schon die Befürchtung, dass ich auf ein eingeschweißtes Team mit „verschränkten Armen“ treffen und dementsprechend reagiert wird, wenn man noch nicht alles perfekt kann oder die Sprache nicht perfekt beherrscht. Die Unterhaltung hat mir einen guten Eindruck verliehen und vor allem eine beruhigende Wirkung in Hinblick auf meine Befürchtungen ausgelöst.

Das Gespräch zum Abschluss des Tages

Im Anschluss zur zweiten Operation hat die OP-Leitung Merve und mich abgeholt, nachdem wir vorher mit den beiden Kolleginnen aus dem OP zu Mittag gegessen hatten. Gegen 12 oder 13 Uhr ist die OP-Leitung wiedergekommen und Merve setzte sich in den Aufenthaltsraum und wartete auf mich, da ich zu einem Gespräch mit der OP-Leitung geladen war. Wir sind dann ins Büro des OP-Managements gegangen und da erwartete mich ein anderes Mitglied der OP-Leitung, der ich zuvor nur kurz zur Begrüßung die Hand geschüttelt habe. Im Gespräch waren dann beide Mitglieder der Leitung permanent anwesend und wir führten zu Dritt eine Unterhaltung. Ich wurde zunächst gefragt, wie es mir gefällt und welchen Eindruck ich gewonnen habe. Im Grunde erkundigten sie sich, wie mein Tag im AMC gelaufen ist. Ich erzählte Ihnen kurz, dass es eine sehr positive Erfahrung war und welche Abläufe im OP ich wiedererkannt habe. Ich berichtete auch, dass ich sehr positiv überrascht war und das ich die Gelegenheit hatte mich mit den Mitarbeitern auszutauschen. Im Prinzip folgte daraufhin mein Vorstellungsgespräch.

Mein Fazit zum Schnuppertag im AMC

Der Schnuppertag gab mir nicht nur die Gelegenheit das Krankenhaus zu sehen oder die OP-Leitung kennenzulernen, viel mehr gefiel mir die Möglichkeit nicht lediglich einen oberflächlichen Eindruck der Arbeit im AMC zu erhalten, sondern die Chance mitten im Geschehen ein Eindruck über die Arbeit als auch von meinen zukünftigen Kollegen und Vorgesetzten zu gewinnen und im aktiven Austausch mit ihnen stehen zu dürfen. Ich habe mir einen detaillierten Eindruck vom Alltag im Krankenhaus machen können und bin sehr zufrieden über den Ablauf und dass ein derartiges Engagement an den Tag gelegt wird um sich Bewerbern vorzustellen.

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