Interkulturelle Unterschiede & Unterschiede bei der Bewerbung

Eine aussagekräftige und überzeugende Bewerbung zu schreiben ist nie ganz einfach. Engagiertes, motiviertes und flexibles Fachpersonal wird mittlerweile standartmäßig gesucht und wer schreibt diese Attribute heutzutage nicht mehr in seine/ihre Bewerbung?

Vorangegangene Berufserfahrung ist oft ein wichtiger Punkt und wird in jeder Bewerbung gern gesehen. Da wir bei TMI vorwiegend deutsches Pflegefachpersonal und Ärzte innerhalb Deutschlands und in das umliegende EU-Ausland vermitteln, sollte man sich als Bewerber darüber im Klaren sein, dass es eventuelle Unterschiede bezüglich der Kultur und somit der Bewerbung in verschiedenen Ländern gibt.

Wie bewerbe ich mich richtig?

Wenn man sich bei deutschen Arbeitgebern bewirbt, wird oft eine sehr ausführliche Bewerbung gefordert. Je ausführlicher desto besser. Dies ist in den Niederlanden und Belgien genau gegenteilig. Ein Motivationsschreiben (nicht länger als eine Seite) und ein Lebenslauf auf deutsch oder englisch, schon ist die Bewerbung vollständig. Dabei sollte man aber achtgeben, dass man den geringen Platz optimal für die Eigenpräsentation nutzt.

Was ist dem neuen Arbeitgeber in den Niederlanden oder Belgien wichtig?

„Es ist besonders wichtig zu sehen, dass unsere Kandidaten motiviert und entschlossen sind!“ antwortete unser Account Manager Paul Steur auf die Frage was eine gute Bewerbung ausmache. Motivation wird in den Niederlanden und Belgien ganz groß geschrieben!

Machen Sie sich im Vorfeld Gedanken zu den folgenden Fragen und beantworten Sie diese danach in Ihrem Bewerbungsschreiben:
Warum möchten Sie in den Niederlanden oder generell im Ausland arbeiten? – Waren Sie vielleicht schon mal zu Besuch hier? Was gefiel Ihnen dabei am besten? Was wissen Sie über die Niederlande und ihre Kultur, das Sie dazu bewegte, sich zu bewerben? Warum ist genau dieses Land perfekt für Ihren nächsten Karriereschritt? Was haben Sie Ihrem neuen Arbeitgeber zu bieten?

Verdeutlichen Sie was sie wollen!

In Ihrem Bewerbungsschreiben, welches heutzutage meist via E-Mail versendet wird, sollte ebenfalls deutlich werden, dass Ihnen bewusst ist, was Sie wollen. Machen Sie sich Gedanken über die Dauer Ihres beruflichen Aufenthalts. Suchen Sie nur eine kurzfristige Anstellung oder möchten Sie länger bleiben? Kurze Arbeitsverhältnisse gibt es in den Niederlanden bzw. Belgien, gerade im Gesundheitswesen eher selten. Niederländische und belgische Kunden suchen speziell Fachkräfte, die für einen längeren Zeitraum in dem Land leben und arbeiten möchten. Dies sollten Sie vorher überdenken.

Des Weiteren möchten wir als Ihr Vermittler wissen, ob Sie einen regionalen Wunsch haben. Auf Ihrer Reise in die Niederlande oder nach Belgien haben Sie sich beispielsweise speziell in den nördlichen oder südlichen Teil verguckt? Wenn Sie dies in Ihrer Bewerbung angeben, können wir natürlich unser Bestes geben, Sie in die gewünschte Region zu vermitteln. Zusätzlich wird dadurch noch einmal deutlich, dass Sie sich mit Ihrer Entscheidung auseinandergesetzt haben und sicher sind, was bzw. wohin Sie wollen.

Fremde Sprache? Keine Angst!

Bewerben Sie sich in einem fremden Land, bringt dies auch oftmals eine fremde Sprache mit sich. Sie sind sprachbegabt oder können idealerweise schon die Sprache des ausgewählten Land sprechen? Perfekt! Wenn nicht ist das überhaupt kein Problem, aber Sie sollten zumindest bereit sein, diese Sprache zu lernen, da sie bald zu Ihrem Berufs- und Lebensalltag gehören wird. Sprechen wir beispielsweise über die niederländische Sprache (die auch in Teilen Belgiens gesprochen wird), kann man sich als Deutscher ziemlich schnell einen Überblick verschaffen, da Deutsch und Niederländisch in vielen Dingen ähnlich sind. Wenn Sie auch hier Eigeninitiative und ein wenig Vorbereitung zeigen, macht dies auch einen sehr guten Eindruck. Zum Selbststudium für das grundlegende Vokabular eignen sich erfahrungsgemäß zum Beispiel Apps wie „Duolingo“ (kostenlos) oder „Babbel“ (kostenpflichtig). Wenn Sie sich für eine Vollzeitanstellung bewerben, vermitteln wir ebenfalls Sprachkurse mit unserem hauseigenen Niederländischdozenten, damit Sie die neue Sprache so schnell wie möglich beherrschen. Bei einer Vollzeitstelle als Arzt, ist ein B2-Sprachniveau gefragt, als Pflegekraft benötigen Sie Sprachniveau B1, welches Sie mit Hilfe unserer Kurse schnell erlernen können.

Unterschiede im Lebenslauf

Im Großen und Ganzen unterscheiden sich die Lebensläufe in Belgien und den Niederlanden kaum von deutschen. Allerdings sollten Sie beachten, dass Schulabschlüsse, Qualifikationen oder Ausbildungen anders betitelt werden. Um Unklarheiten beim zukünftigen Arbeitgeber zu vermeiden, versuchen Sie die Daten in Ihrem Lebenslauf zu übersetzen. Sonst sind die Lebensläufe generell gleich aufgebaut. Dazu finden Sie auch hilfreiche Tipps auf Karrierebibel.de oder unserer Website tmi-jobservice.de. Wir interessieren uns für Ihre persönlichen Daten, schulische sowie berufliche Ausbildung, sprachliche und sonstige Fähigkeiten, genauso wie Ihre Interessen. Auch hier gilt, je ausführlicher desto besser! So können wir Sie kennen lernen und uns ein Bild von Ihren Fähigkeiten machen.

Zusätzliche Bewerbungsdokumente

Im Gegensatz zu Deutschland, berichtet die Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK), ist es in den Niederlanden oder Belgien nicht von Nöten der Bewerbung Arbeits- oder Schulzeugnisse, Sprachzertifikate oder Arbeitgeberreferenzen hinzuzufügen. Wenn ein potentieller Arbeitgeber Interesse an Ihnen hat, wird er diese Dokumente bei Bedarf im späteren Verlauf der Bewerbung einfordern.

Auftreten beim Bewerbungsgespräch

In den Niederlanden und Belgien ist es üblich, dass Bewerbungsgespräche oft telefonisch bzw. via Skype durchgeführt werden, um eine Vorauswahl der Kandidaten zu treffen, die später zu einem persönlichen Gespräch gebeten werden.

Der Dresscode für ein solches Gespräch ist im Allgemeinen eher etwas legerer. Natürlich sollten Sie gepflegt und professionell auftreten und dies durch Ihre Kleidung symbolisieren. Allerdings ist es weniger streng als in Deutschland und es herrscht somit nicht unbedingt Krawattenzwang. Zusätzlich sollten Sie wissen, dass es in den Niederlanden üblich ist, dass man sich direkt duzt. Das zeugt nicht von mangelndem Respekt, sondern ist eher ein Zeichen für die flacheren Hierarchien in der Arbeitswelt. Natürlich ist es Branchenabhängig und in Belgien beispielsweise auch abhängig von der Region.

Auch bei einem persönlichen Gespräch wird viel Wert auf ihre Motivation gelegt. Wenn Sie sich für die neue Position begeistern können, werden Sie aber auch keine Probleme haben Ihren neuen Arbeitgeber davon zu überzeugen, dass Sie der/die perfekte Kandidat/in sind. Stellen Sie außerdem Fragen! Durch Fragen zur Position zeigen Sie zusätzlich Interesse an dem Unternehmen oder der Region.

DO’s und DONT’s zusammengefasst:

DO’s:

  • Kurzes, präzises und aussagekräftiges Motivationsschreiben
  • Wissen Sie, was Sie wollen und formulieren Sie es klar
  • Bereiten Sie sich auf fragen vor und haben sie passende Antworten parat
  • Strukturieren Sie Ihr Gespräch (machen Sie sich erst interessant und verhandeln Sie dann die Konditionen)
  • Verhalten Sie sich stehts offen und freundlich

DONT’s:

  • Unpünktlichkeit
  • Zurückhaltung und Unfreundlichkeit
  • Unrealistische Arbeits- und Gehaltsvorstellungen
  • Keine Bereitschaft eine neue Sprache zu lernen

Für eine vollständige Übersicht unserer Bewerbungstipps, besuchen Sie einfach hier unsere Website!

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