Ein Interview mit dem Gesundheits- und Krankenpfleger Mike Schömer

Mike Schömer hatte nie den Traum als Pflegekraft zu arbeiten. In seiner Familie gehört die Medizin seit seiner Kindheit zum Alltag, da beide seiner Großeltern Ärzte waren. Aus diesem Grund war ihm die Branche bereits früh bekannt, aber zugleich in hohem Maße unsympathisch.
Trotzdem hat sich Herr Schömer aus persönlicher Überzeugung letztendlich für das Gesundheitswesen und die Pflege entschieden und arbeitet nun als Angestellter der TMI GmbH. Das war aber nicht immer so – zuvor war Herr Schömer erst als Gesundheits- und Krankenpfleger und dann in der außerklinischen Intensivpflege im direkten Dienste eines Krankenhauses beschäftigt. In dieser Zeit hat er sowohl interessante, als auch erschreckende Erfahrungen mit den verschiedenen Arbeitszeitmodellen gemacht.

Weshalb er seine Berufung als Pflegekraft trotzdem aufgeben wollte, und wieso die Arbeitnehmerüberlassung eine größere Rolle im Kampf gegen den Pflegenotstand im Gesundheitswesen spielen könnte, erfahren Sie im Folgenden Blogpost.

Der Imagewandel der Zeitarbeit

Das Konzept der Arbeitnehmerüberlassung hat sich zum ersten Mal im Jahre 1972 in Deutschland durchgesetzt. Seither hat sich einiges getan und das Konzept wurde weiterentwickelt, sowie seitens der Politik reguliert, besonders im Rahmen der Flexibilisierung des deutschen Arbeitsmarktes im Jahre 2010, bei der viele Bedingungen im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz ersatzlos aufgehoben wurden. Diese Maßnahmen hatten zur Folge, dass die Anwendung für alle Parteien transparenter gestaltet wurde und ein faireres Verhältnis zwischen den Parteien aufrechterhalten wird. Diese Veränderungen hatten einen direkten und besonders positiven Effekt auf die Attraktivität der Zeitarbeit für Entleiher und Arbeitnehmer – das verstaubte Image der Zeitarbeit in Deutschland beginnt allmählich Platz zu machen für eine neue, fortschrittlichere Sichtweise auch im Hinblick auf Branchen außerhalb des Gesundheitswesens.

Die neue Beliebtheit der Zeitarbeit ist vor allem auf wirtschaftliche Faktoren zurückzuführen. Der Anstieg des Bedarfs an flexiblem Personal seitens der Unternehmen, bedingt durch zunehmenden Kosten- und Wettbewerbsdruck sowie das Unternehmensziel, die Mehrarbeit und den Personalausfall im eigenen Unternehmen einzuschränken, hat unter anderem einen erheblichen Teil zum Aufstieg der Zeitarbeit in Deutschland beigetragen. Unter Rücksichtnahme der individuellen Faktoren im Gesundheitswesen, wie beispielsweise die erhöhte Nachfrage nach Pflegeleistungen aufgrund des demographischen Wandels, ist die Zeitarbeit besonders im Gesundheitswesen ein kleiner, aber effizienter Segen um als personalpolitisches Instrument gegen den Pflegenotstand zu dienen.

Die TMI GmbH und das Modell der Arbeitnehmerüberlassung

Das Prinzip der Zeitarbeit in Verbindung mit der TMI GmbH beinhaltet drei Parteien, den Leiharbeitnehmer, den Verleiher (die TMI GmbH) und den Entleiher (die Pflegeeinrichtung z.B. ein Krankenhaus). Der Arbeitsvertrag wird zwischen dem Arbeitnehmer und der TMI GmbH als Verleiher geschlossen. Das Weisungsrecht wird dem Entleiher übertragen, der die Mitverantwortung für den Arbeitsschutz trägt. Die Ahndung von weisungs- sowie pflichtwidrigem Verhalten ist jedoch nur dem Verleiher, in diesem Fall der TMI GmbH, vorbehalten. Der Entleiher schließt einen Arbeitsnehmerüberlassungsvertrag mit der TMI GmbH und kann somit die Arbeitskraft des Leiharbeitnehmers nutzen.

Mit Zeitarbeit gegen den Pflegenotstand im Gesundheitswesen

Dank der öffentlichen Debatte rund um das Thema Pflegenotstand ist höchstwahrscheinlich jedem Bürger der Bundesrepublik Deutschlands bewusst, wie schwer die Arbeit unserer deutschen Pflegekräfte heutzutage ist.
Die Zustände in Bezug auf die Dienstpläne in Verbindung mit dem Personalmangel im Gesundheitswesen setzen den diversen Institutionen stetig zu. Mike Schömer ist als Gesundheits- und Krankenpfleger über die TMI GmbH in Aachen beschäftigt und hat das große Potenzial der Zeitarbeit als effizientes Instrument der Personalbeschaffung erkannt. Aufgrund seiner positiven Erfahrungen mit der TMI GmbH ist er von der Anwendung des Modells der Arbeitnehmerüberlassung überzeugt, denn als eine flexible Teillösung bietet die Zeitarbeit einen großen Spielraum in der Frage des enormen Personalmangels.

Um Ihnen als Leser einen kleinen Eindruck zu verschaffen, wie weitgehend die Auswirkungen des Personalmangels im Gesundheitswesen sind und weshalb die Lösung der Zeitarbeit zumindest für einen Teil des Gesamtproblems notwendig, und die Anwendung dieses Arbeitsmodells dringend angebracht ist, berichtet Herr Schömer von persönlichen Erfahrungen seines bisherigen Werdegangs und erzählt, wieso diese Zustände für ihn irgendwann nicht mehr tragbar wurden.

Überstunden, Krankenbescheinigungen und Misstrauen – Der Alltag bei Personalmangel

Der Gesundheits- und Krankenpfleger schilderte, dass er beispielsweise bei einem Arbeitgeber gleich zu Schichtbeginn in eine unangenehme Situation gebracht wurde. Aufgrund des herrschenden Personalmangels im Haus, hatte der Dienstplan für den zuvorigen Nachtdienst lediglich zwei Pflegehelfer eingeteilt. Sie aber waren für die selbstständige Bewältigung des Nachtdienstes nicht ausreichend ausgebildet und hätten unter diesen Umständen überhaupt nicht arbeiten dürfen! Herr Schömer übernahm darauf die nächste Schicht und stellte fest, dass die Patienten sehr schlecht versorgt waren. So kam es, dass er aufgrund des Personalmangels bis zu 260 Stunden im Monat arbeitete, weshalb ebenfalls sein Urlaub kommentarlos gestrichen wurde. Er wurde zudem bei krankheitsbedingtem Ausfall mit offiziellem Krankenschein mehrfach telefonisch kontaktiert und um Erklärung gebeten, weshalb sein Auto an der Ecke XY gesehen wurde. Er nannte diese Methode in unserem Gespräch „Stalking“.

Andere Arbeitgeber, andere Methoden und am Ende blieb das gleiche Problem ungelöst

Ein anderer Arbeitgeber schöpfte das gesamte Pensum an belegbaren Betten trotz akutem Personalmangels im Krankhaus mit insgesamt nur 5 Pflegern aus. Die Pfleger kümmerten sich um 24 Betten, während parallel mehr Ärzte und Physiotherapeuten als Pfleger im Dienst waren, wobei die anderen Berufsgruppen die Patienten nicht in dem selben Umfang versorgen und betreuen müssen, wie es von Pflegern erwartet wird. Erschwerend kommt hinzu, dass es durch die Einführung eines Krankmeldungsmanagements in Krankenhäusern immer häufiger vorkommt, dass bei krankheitsbedingtem Ausfall die Arbeitnehmer selbst gebeten werden eine eigenständige Prognose über ihre frühestmögliche Einsatzbereitschaft abzugeben. Trotz des Hinweises durch Herrn Schömer an seinen Stationsleiter, dass dies rechtswidrig sei, da lediglich der Arzt eine Diagnose als auch Prognose stellt, zeigte sich die Stationsleitung wenig beeindruckt und entgegnete ihm, dass er sicherlich zumindest einschätzen könne, wann er wieder einsatzbereit sei. Im Hinblick auf den rechtlichen Aspekt ist zu erwähnen, dass besonders bei Berufen im Gesundheitswesen jeder noch so kleine Schnupfen oder jede „harmlose“ Grippe den Arbeitnehmer verpflichtet, sich krank zu melden und einen Arzt zu besuchen. Sie bringen anderenfalls Kollegen und Patienten in Gefahr. Herr Schömer erklärte eindringlich, dass es mittlerweile vorkomme, aufgrund des Personalmangels mit 39 oder 40 Grad Fieber zur Arbeit zu erscheinen, da man wisse, wie es sonst um den Dienstplan stünde. Des weiteren erfuhr Herr Schömer aus seinem Bekanntenkreis, dass beispielsweise Büroangestellte mit solchen Problemen, während ihrer gesamten beruflichen Laufbahn nicht konfrontiert würden. Eine Bekannte machte ihm deutlich, dass in ihrem Arbeitsverhältnis solche Zustände wie „Stalking“ nicht zur Debatte stünden. Dort herrsche das Prinzip: Wenn jemand krank sei, dann ist er oder sie krank und wenn jemand Urlaub hätte, dann hat er oder sie Urlaub, und das werde vom Arbeitgeber auch respektiert.

Mike Schömers Ehefrau ist während der Ausbildung zur Krankenschwester an Rheuma erkrankt und wurde vier Monate krankgeschrieben um die Einstellung der Medikamente durchzuführen, aufgrund der neuen Diagnose. Die Ausfallzeit sei für die zuständigen Ausbilder ausschlaggebend gewesen um zu versuchen, seine Frau aus der damaligen Ausbildungsstätte zu drängen.

Herr Schömer war sehr konkret in seiner Aussage, dass vor allem diese Art von Geschehnissen ihn vor seinem Arbeitsantritt bei der TMI GmbH beinahe den Entschluss haben fassen lassen, die Pflege und das Gesundheitswesen vollständig aufzugeben und hinter sich zu lassen um in einer anderen Branche neu durchzustarten. Er war zu diesem Zeitpunkt sehr unzufrieden, denn er konnte seine Patienten nicht adäquat versorgen und hinzukamen seine täglichen Überstunden um seine Patienten ansatzweise gut versorgen zu können. Er machte im Interview sehr deutlich, dass aus seiner Sicht „ein Pfleger nicht glücklich in seinem Beruf sein kann, wenn er seine Patienten nicht zureichend versorgen kann.“

Meine „zweite“ Familie – die TMI GmbH

Laut Mike Schömer sei die TMI GmbH der Grund für seinen Verbleib im Gesundheitswesen. Bei der TMI GmbH lernte er einen vollkommen anderen Umgang mit Krankmeldungen kennen. Er hatte seit seinem Beginn bei TMI GmbH gelegentlich gesundheitliche Beschwerden, wofür eine Krankmeldung benötigt wurde. Auch fiel er aufgrund eines unglücklichen Bänderrisses für mehrere Wochen aus und das noch während seiner Einführungszeit. Er war sich sicher, dass er zum Ende seiner dreiwöchigen Genesungszeit einen neuen Job suchen könne, obwohl Herr Herveille, Managing Director in Deutschland, ihm mit Verständnis und den besten Genesungswünschen entgegenkam. Er war umso überraschter festzustellen, dass er bei der TMI GmbH mit dem größten Respekt behandelt wurde und seine Krankmeldungen nach dem Bänderriss ebenfalls auf die gleiche Weise gehandhabt wurden. Seine große Faszination rührt zum Teil aus dem Gefühl des Unbekannten, schließlich war es ihm bislang lediglich bekannt, bei krankheitsbedingtem Ausfall mit Konsequenzen rechnen zu müssen, sollte er sich für seine Gesundheit entscheiden und eine Krankmeldung abgegeben. Herr Schömer war darüber sehr bewegt: „Herr Herveille hatte ausschließlich Sorge um meine Gesundheit, anstatt verärgert über meinen Ausfall zu sein.“

Die Handhabung des krankheitsbedingten Ausfalls ist nur ein kennzeichnender Faktor für Herrn Schlömers Überzeugung von der TMI GmbH. Er ist die mitarbeiterorientierte Arbeits- und Handlungsweise nicht gewohnt und daher war es für ihn ein besonderer Moment als Herr Herveille ohne jeglichen Anlass die Mitarbeiter der TMI GmbH zum Essen einlud. Beim Essen besprach Herr Herveille alle Anliegen der Angestellten und bot insofern möglich, eine direkte Lösung an. Andernfalls kümmere Herr Herveille sich im Anschluss an das Essen um eine geeignete Vorgehensweise. Herr Schömer war regelrecht überrascht über das Verhalten von Herrn Herveille, da er zuvor nie erlebt hat, wie ein Vorgesetzter sich in diesem Maße um das Wohl seiner Angestellten kümmert und zugleich eine solch familiäre Atmosphäre erschafft um auf die Wünsche seiner Angestellten einzugehen und grundlegende, vernünftige Gespräche zu führen.

Herr Schömer nennt die TMI GmbH seine „zweite“ Familie.

Auch wir von der TMI GmbH wünschen Herrn Schömer nur das Beste für seine berufliche Zukunft, und sind stolz darauf, so engagierte und motivierte Mitarbeiter wie ihn im Team zu haben!

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